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Das Team: Maren, Beate, Kerstin, Alex, Daniela, Tina, Elke |
| 1. Woche - Neuengland | 2. Woche - New York |
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Eigentlich hatten Elke und Tina die Reise mal wieder für alle Freunde und Verwandten "ausgeschrieben", zum Schluss blieb diese Konstellation übrig: Maren, Beate, Alex (er schlug sich wacker als unser Quotenmann), Daniela, Kerstin, Tina und Elke. Wir hatten zwei Wochen Zeit und wollten davon eine Woche durch Neuengland fahren und die zweite Woche in New York verbringen. Nach einigen "Vorab-Verhandlungen" mit allen Mitreisenden beschlossen wir, zwei Autos zu mieten. Maren, Beate und Alex in einem Auto, Daniela, Kerstin, Tina und Elke in dem anderen. Die ersten zwei bzw. drei Tage bis Boston verbrachten wir zusammen. Dann fuhren wir getrennt weiter. Die Dreier-Gruppe nahm den Weg zum Acadia National Park. Wir vier Mädels fuhren erst an der Küste entlang, um uns durch alle Neuenglandstaaten treiben zu lassen. In Great Barrington vor New York haben wir uns dann wieder getroffen. Von dort ging es dann nach New York. Auch diesmal haben wir dort wieder Appartements gemietet. Dort angekommen konnte sich dann jeder die Zeit vertreiben wie er wollte – aber davon später mehr. Jetzt geht es erst einmal los - in London ... |
Das Motto dieser Reise: "Where are the restrooms ?" oder "The moose are loose !"
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| Samstag, 27. September 2003 |
| Kommen alle rechtzeitig in
London an, um gemeinsam weiter nach New York zu fliegen ? Finden wir uns
dann auch alle auf dem Flughafen ?
Einige von uns waren schließlich das erste Mal auf so einer großen Reise, bzw. das erste Mal in London/Heathrow. Wir kamen aus vier Großstädten Deutschlands: Kerstin kam aus Berlin, Daniela aus Karlsruhe/Frankfurt, Elke aus München und der Rest aus Hamburg. Aber es klappte tadellos, um ca. 9 Uhr trafen wir uns in London Heathrow. Wir haben uns erst einmal begrüßt und vorgestellt. Schließlich kannten sich nicht alle. Es ging dann auch bald weiter. Um ca. 13 Uhr landeten wir in New York, haben die Formalitäten bei der Einreise erledigt, Koffer geholt und sind mit dem Shuttle Bus zur Autovermietung gefahren. Auch wie fast immer - zu Hertz. Hier hatten wir tatsächlich mal Glück - eines unserer Autos wurde upgegradet ! Zum Glück, denn wie sich herausstellte waren vier Mädels mit entsprechenden Koffern und Taschen doch nicht so leicht in einem Auto unterzubringen. Aber es klappte. Es war in New York erstaunlich warm, fast schwül und sehr windig. |
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| Tina hatte unsere Fahrtroute
schon ausgetüftelt und wir fanden dann auch gut aus New York heraus. Kaum
waren wir aus Manhatten 'raus, hieß es das erste Mal in diesem Urlaub:
"Können wir mal anhalten, ich muß aufs Klo". Na klar konnten wir. Nach einer kurzen Pause fuhren wir dann aber gleich zu unserem ersten Motel, einem Comfort Inn in Old Saybrook an der Mündung des Connecticut River (Connecticut), das wir per Internet reserviert hatten. Als wir dort ankamen, wurde es schon dunkel. Wir packten schnell aus und fuhren gleich wieder los, um uns nicht dem Jetlag hinzugeben und gleich ins Bett zufallen. In einem Einkaufszentrum deckten wir uns gleich mit Getränken und den nötigsten Basics ein. Dann gab es unser erstes "Fast Food" bei Burger King - danach hielten wir es nicht mehr aus und fuhren zurück ins Motel. Ein Bier gab es noch auf dem Zimmer - schließlich mußten wir den guten Start der Reise begießen - und dann fielen wir um 21 Uhr ins Bett ! Wir waren zu diesem Zeitpunkt bereits über 24 Stunden wach. |
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| Sonntag, 28. September 2003 - auf nach Boston |
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Route: Wakefield am Atlantik - Newport - über New Bedfort - Cape Cod - Boston |
| Wir waren alle um 5.30 Uhr wach,
sogar Daniela, die das nicht für möglich gehalten hätte. Immerhin hatte
sie in der Woche davor Nachtschicht und war total kaputt.
Wir haben bei uns im Zimmer gefrühstückt und dann die vielen Koffer und Taschen bei Regen in die Autos gepackt. Beim ersten Mal dauert das immer etwas, nachdem wir dann erst einmal ein System gefunden hatten, dauerte das Verladen nur noch wenige Minuten. Gegen 9 Uhr sind wir dann zu unserem ersten gemeinsamen Teil der Reise gestartet. Um einmal vom Highway 'runterzukommen, sind wir ziemlich schnell auf die kleinen Straßen gewechselt. Es ging dann auch direkt an den Atlantik, wo wir in einem kleinen Ort namens Wakefield kurz an den Strand gegangen sind. Trotz des mittlerweile ziemlich kalten Wetters waren hier einige Surfer unterwegs, die wir natürlich sofort fotografieren mussten. Wobei Tina einen Schritt zu weit in den Atlantik ging, von einer Welle überrascht wurde, über ihre eigenen Füße stolperte und sich ins Wasser setzte ! |
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Beim Klamottenwechsel im Auto fragten die vorbeikommenden Surfer dann mit einem grinsen im Gesicht, ob es denn sehr kalt gewesen wäre. War es ! Und vor allem dreckig, überall Sand. Damit wir jetzt mal die offiziellen Touri-Wege zu sehen bekamen, ging es weiter nach Newport (Rhode Island). Newport ist dank seiner 300 Jahre alten Kultur, seines Reichtums und seiner militärischen Tradition ein wahre Schatzgrube an Sehenswürdigkeiten. Wir sind hier auf den Ocean Drive gefahren auf dem eine Reihe "Sommerhäuser" der Reichen und Berühmten u.a. das Marble House von Vanderbild stehen. Leider gab es keine Parkmöglichkeiten. Und das Wetter war auch nicht gerade einladend. Also wurde nichts mit der tollen Aussicht auf den im Reiseführer verwiesenen Wanderweg. Wir sind statt dessen zum Marble House gefahren und haben dort geparkt. Eigentlich wollten wir es nur von außen ansehen, aber ein paar nette amerikanische Touristen schenken uns einige Eintrittskarten, die sie übrig hatten.
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| Also gingen Kerstin, Beate und
Tina hinein. Wir anderen sahen uns alles von außen an, was auch ganz nett
war. Aus einem Mittagsimbiss in Newport wurde nichts, da es in der kleinen
Stadt trotz Nebensaison so voll war, daß wir keinen Parkplatz fanden.
Also fuhren wir wieder hinaus auf den Highway.
Gelandet sind wir im "Texas Roadhouse". Das war sehr amerikanisch und es gab entsprechend riesige Portionen, die sehr lecker waren. Danach wollten wir nach Cape Cod fahren. Unterwegs haben wir in Barnstable - einer alten Hafenstadt - kurz gehalten. Dann ging es zügig weiter, viel Zeit hatten wir nicht, wir mußten noch bis nach Boston kommen. Leider wurde der Nebel immer dichter. Tapfer hielten wir aus und haben kurz vor dem endgültigen Dunkelwerden ein kleines Lighthouse am Nauset Beach entdeckt. Wir sind dann noch zum Strand gegangen, wo wir im Nebel Fotos gemacht haben. Wir haben natürlich nur einen ganz kleinen Eindruck von Cape Cod mitnehmen können, aber hier würde sich auf jeden Fall mal ein längerer Aufenthalt lohnen. Im Sommer soll es aber sehr überlaufen sein. Der frühe Herbst ist schon eine schöne Jahreszeit. |
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| Dann fuhren wir im Dunkeln nach Boston
(Massachusetts). Auch hier hatte Tina schon ein Motel gebucht. Das
Best Western Roundhouse Suites.
Wir kamen - mit ein paar Umwegen und Verfahren - so um 21 Uhr an. Hier hatten wir das zweite mal Glück: Wir wurden nämlich wieder upgegradet und bekamen zwei wunderbare Suiten, ganz oben unter dem Dach, mit Blick über Boston. Es ist übrigens kein Problem in den USA zu viert in einem Doppelzimmer zu wohnen. Die Betten sind sehr breit. So lassen sich die Kosten niedrig halten. Richtig genießen konnten wir den Blick aber nicht, denn wir waren immer noch im Jetlag, also ziemlich müde und sind entsprechend früh ins Bett gefallen.
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| Montag, 29. September 2003 - Boston |
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Wir hatten heute – für ein amerikanisches Motel – ein fürstliches Frühstück ! Es gab sogar Obst. Dann fuhren wir mit dem Hotelbus in die Stadt. Als erstes wollten wir auf den Prudential Tower. Leider hatte er noch nicht auf, es war erst 9 Uhr und der Tower öffnete erst um 10 Uhr. Wir sind erst mal durch ein Shopping Center gelaufen. Auf dem Tower selbst hatten wir dann traumhaftes Wetter und eine tolle Sicht. So konnten wir uns einen Überblick verschaffen. Dann ist Alex alleine weitergelaufen. Wir anderen sind zum Granary Burying Ground Friedhof gefahren und haben unterwegs noch Karten für die Trollybahn gekauft. Mit der konnten wir nun den ganzen Tag durch Boston fahren und ein- und wieder aussteigen, und so alles Wichtige ansehen. Tina, Daniela und Kerstin gingen dann den "Freedom-Trail" (gekennzeichnet durch eine rote Markierung auf dem Fußweg). Die anderen Mädels waren schon einmal in Boston und wollten sich andere Dinge ansehen. |
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| Der "Freedom-Trail"
ist ein MUSS für alle Boston Besucher. Auf einer Länge von 4,8 km kommt
man an 16 historischen Stätten und Gebäuden vorbei, die im Kampf um die
Unabhängigkeit wichtig waren.
Im Quincy Market kauften wir uns etwas zu essen "to go". Draußen auf den Stufen machten wir unsere Mittagspause. Der Quincy Market gilt als geglückte Altstadtsanierung. In den Markthallen gibt es viele kleine originelle Restaurants und Imbißstände. Weiter ging es auf dem "Freedom-Trail" ins italienische Viertel. Hier haben wir dann erst einmal die rote Linie verloren, weil wir immer nur hoch geguckt haben. An der North Station stiegen wir in den Trollybus und fuhren bis zum Beacon Hill. Die Trollybusfahrt ist auch deshalb ganz amüsant, weil die Fahrer immer ein bisschen über ihre Route erzählen und man so eine ganze Menge über Boston erfährt. Um 1870 war Beacon Hill die bevorzugte Wohnlage Bostons. Viele Häuser wurden von Charles Bulfinch und seinen Schülern gebaut. Einige Fenster haben noch die original "Fehlgießung", die das Glas lila erscheinen lassen. Das besondere Flair dieses Stadtteils machen die teilweise noch kopfsteingepflasterten Straßen aus. |
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Die Gaslaternen sind Tag und Nacht angezündet. Wir bummelten über die schöne Charles Street, in der viele Antiquitätengeschäfte, Buchhandlungen und kleine Galerien gibt. Dann bestiegen wir wieder den Trolly und fuhren bis zum Hafen, um uns mit den anderen zu treffen. Die drei anderen Mädels waren u.a. bei der "Cheer's" Bar, die als Vorlage für die gleichnamige Fernsehserie diente und sind mit dem Trolly auch nach Harvard rübergefahren. Mittlerweile wurde es etwas kühler. Da wir keine Jacken mithatten haben wir uns noch Boston-Sweatshirtjacken gekauft. Wir wollten nämlich ins Legal Seafood ("If it isn't fresh, it isn't Legal !") zum Lobsteressen und da es in den amerikanischen Restaurants immer sehr kühl ist konnten wir die Jacken gut gebrauchen. Vorweg genehmigten wir uns dann erst einmal einen leckeren Cocktail. Elke hatte einen Apfel..., wir anderen Mädels übten schon für New York mit einem Cosmopolitan. Daniela, Kerstin, Maren und Tina hatten noch nie Lobster gegessen. Der Kellner band uns die Lätzchen um und erklärte uns, wie wir an das Viech ran gehen sollten. War nicht ganz einfach. Am besten schmeckten die Scheren. Der Rest war "interessant". Tina muß das nicht noch einmal essen. |
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| Dienstag, 30. September 2003 |
| A |
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Route: Boston - Newburyport - York - Ogunauit - Cape Elisabeth - North Conway |
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Großer Aufbruch - ab heute fuhren wir getrennte Wege. Nach Frühstück und Koffer in die Autos verstauen fuhren Maren, Beate und Alex Richtung Acadia-National-Park. Wir vier Mädels nahmen einen anderen Weg. Unser Weg führte uns an diesem Tag an der Küste auf der kleine 1 A-Nebenstraße Richtung Norden. Für diesen Tag hatten wir kein Motel reserviert. Wir wollten mal schauen, wie weit wir kommen. Wir hatten wieder tolles, sonniges Wetter, kamen gut durch Boston, trotz der morgendlichen Rushhour. Erster Fotostop in Rowley. Kleine weiße Häuser, genau so, wie wir uns Neuengland immer vorgestellt haben. Dann weiter nach Newburyport. Hier haben wir in einer bezaubernden Bäckerei Kuchen gegessen und Kaffee getrunken (und die Restrooms aufgesucht). Man konnte über dem Tresen der Bäckerin bei der Arbeit zusehen. An der Wand hing das Zeichen der deutschen Bäckerinnung. Mutig bedankte sich Daniela auf deutsch und siehe da, die Inhaberin verstand uns. Nach dem wir gestärkt waren, bummelten wir durch den wirklich niedlichen Ort. Wir fuhren ein kurzes Stück durch New Hampshire. Dann machten wir kurz halt in York. York gilt als erste Siedlung an der Küste von Maine und wird gern als älteste Stadt Amerikas bezeichnet. Aber das behaupten viele Städte in USA von sich. |
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Leider gibt es zu unserem fotografischen
Leidwesen nur überirdische Kabelführungen in diesem Land. Wir sollten
aber auch noch weiße Kirchen ohne Kabel davor zu sehen bekommen. Wir
fuhren durch viele kleine wunderschöne Orte und schätzten uns wirklich
glücklich, hier sein zu dürfen. Wie sagte Daniela immer: "Das ist
ja wie im Urlaub !".
Dann weiter zum nächsten reizvollen Ort: Ogunauit. Das ist indianisch (Abenaki-Indianer) und heißt "Schöner Platz am Meer". Was wir nur bestätigen konnten. Es ist einer der schönsten Strände in Maine. Bei strahlendem Sonnenschein gingen wir auf der vorgelagerten Insel spazieren. Im Reiseführer stand, daß es in Cape Elisabeth zwei Leuchttürme geben sollte. Die wollten wir unbedingt anschauen! Die Sonne ging schon unter und wir fuhren und fuhren und immer noch kein Cape Elisabeth. Endlich, bei untergehender Sonne, haben wir sie - eigentlich nur einen - dann gefunden. In dem Felsen war noch so ein "kleines Licht", aber eben kein Turm. Vielleicht sollte das aber der zweite Leuchtturm sein.Aber im Sonnenuntergang war es trotzdem sehr schön dort. |
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Obwohl es schon dunkel wurde, wollten wir so
weit es ging in das Landesinnere fahren. Wir fuhren durch Portland und auf
der 302 Richtung White Mountains. Bewaffnet mit Chicken Wings von Kentucky
Fried Chicken beschlossen wir, bis North Conway (New Hampshire),
das unterhalb des Mt. Washington liegt, zu fahren. Immer wieder
passierten wir Moose-Crossing-Schilder, aber so sehr wir uns auch bemühten,
im Dickicht ein "Moose" (Elch) zu sehen, wir hatten einfach kein
Glück. Unser Moose-Pech sollte die ganzen nächsten Tage anhalten.
Warnschilder haben wir bestimmt 200 gesehen, aber kein einziges
"Moose".
North Conway ist eigentlich ein grauenhafter Ort, in dem es ca. 150 Outletstores gibt, daher aber auch viele Motels. Die Amerikaner können schließlich tagelang durchshoppen und die müssen auch irgendwo schlafen. Auch starten von hier viele ihren Ski- bzw. Wanderurlaub. Wir sind so gegen 21 Uhr angekommen und hatten tatsächlich Schwierigkeiten ein Motel zu finden, welches unseren Preisvorstellungen entsprach. Nach zweimaligem Hin- und Herfahren auf der Hauptstraße und ein paar Mal Abchecken der Hotels, sind wir schließlich in einem netten, nicht mehr so ganz neuem Familienmotel gelandet. Ziemlich einfach, aber es lag nicht an der Straße, so daß wir eine sehr ruhige Nacht hatten. |
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| Mittwoch, 1. Oktober 2003 - |
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Route: Bretton Woods - Jackson - North Conway/Outlet - Kancamagus Highway - Ashland |
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Am nächsten Morgen hatten wir ein, sagen wir mal, amerikanisches Frühstück ! Das heißt: es gab alles (wirklich alles) aus Plastikbechern, mit Plastiklöffeln und Tellern. Unsere Tischnachbarn waren ältere Ehepaare und Herrenrunden, die angeln gehen wollten. Das Ganze fand in einem Raum statt, der sonst garantiert für gemeinschaftliche Square-Dance und Spielabende genutzt wird. Sehr amüsant und sooo amerikanisch ! Als wir die Koffer zum Auto brachten, stellten wir fest, das wir von den anfänglichen plus 30 Grad bei unserer Ankunft in New York, auf minus 5 Grad gekommen waren. Es war (scheiß-)kalt und rief den Zwiebellook auf den Plan, alles übereinander, so daß wir nicht frieren mußten. Da es zusätzlich noch neblig war, beschlossen wir, die Fahrt auf den Mount Washington zu streichen, und gleich nach Bretton Woods zu fahren. Das Hotel Bretton Woods wurde 1944 der internationale Währungsfonds gegründet. Jetzt ein altes Nobelhotel mit dem Charme der Titanic. Und netten Oberkellnern. Denn als wir hineingingen, um uns alles anzusehen, kamen wir auch an einem schön eingedeckten Saal vorbei, in dem gerade noch dekoriert wurde. Als wir uns wieder umdrehen wollten, weil wir nicht stören wollten, rief uns der zuständige Oberkellner hinein: "Nicht so schüchtern, guckt euch ruhig um". Sehr nett, das wäre uns in Deutschland sicher nicht passiert. |
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Dann ging es die gleiche Straße zurück.
Diesmal mit einem Abstecher in Jackson, wo es eine schöne Covered Bridge
gibt. Jackson ist ein kleines Bergdorf, das am Ortseingang eine überdachte
Brücke hat. Früher ein bevorzugtes Ausflugsziel für Großstädter,
heute beliebter Wintersportort. In diesem kleinen Country Store mussten
wir natürlich auch. Diese kleinen Läden in Neuengland sind immer einen
Stopp wert. Da wir den gleichen Weg zurückfahren mußten, haben wir
in North Conway noch eins von den vielen Outletstores mitgenommen, da
Kerstin noch nie in einem war.
Mit Nieselregen ging es dann über Cornway direkt auf die Straße 112, den Kancamagus Highway. Dieser 55 km lange Highway gehört zu den fünf landschaftlich reizvollsten Straßen der USA und ist gerade im Herbst zur "Foliage Saison" ein MUSS. Er steigt auf über 900 m an und verbindet Cornway mit Lincoln. Benannt wurde der Highway nach dem Indianerhäuptling Kangamagus (sprich: Kan-kuh-maw-gus), der sich im 17. Jahrhundert um den Frieden zwischen Indianern und Weißen bemühte. Bei Sonne wäre es mal wieder zu schön gewesen. Trotz Regen machten wir einen Spaziergang zu einem Wasserfall. Dann fuhren wir weiter bis Ashland. |
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| Donnerstag, 2. Oktober 2003 - |
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Route:
Ashland Bridge - Am Squam Lake vorbei (hier wurde "Am goldenen
See" gedreht) - Meredith - New Hampton - |
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Am nächsten Morgen war das Wetter etwas besser, trocken aber neblig. Wir sind auf den kleinen Straßen der 104 bzw.US- 4 Richtung Woodstook nach Vermont gefahren. Auf der Fahrt gab es viele Covered Bridges zu sehen. In Vermont gibt es noch 114 erhaltene Brücken, in Maine nur noch ganze 9. Rechts: Coverd Bridge bei Ashland (New Hampshire) In Woodstock sind wir erst einmal zu einem Italiener gegangen und haben etwas gegessen. Sehr lecker (die Italiener können es halt, auch in den USA), aber auch relativ teuer. Gestärkt ging es zum Bummeln durch Woodstock. Woodstock wurde 1761 gegründet. Es ist eine malerische Kleinstadt mit restaurierten Backsteinbauten und Schindelhäusern. Nicht zu verwechseln ist dieses Woodstock mit dem berühmten Konzert 1969, das sich im Staate New York befindet. Mitten im Ort führt eine Coverd Brücke über den Ottaquechee River.
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In West Bridgewater bogen wir südwärts auf
die 100. Über Plymouth und Ludlow sind wir in Weston im West River
Valle gelandet.
Hier sollte es laut Reiseführer einen urigen Countrystore geben. Der Reiseführer hatte wirklich nicht zu viel versprochen. Hier gab es wirklich (fast) alles: Von Haushaltsgeräten aus Omas Zeiten, Gartenartikeln, Klamotten, Gewürzgurken, Süßigkeiten aus nostalgischen Glasvitrinen und Weihnachtsartikeln ganzjährig. Leider bekam Tina ihre Candy Cans hier auch nicht, nicht einmal im gegenüberliegenden Weston Village Christmas Shop.
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Wir hätten uns stundenlang in diesen Läden
aufhalten können, aber wir mußten weiter. Eine Woche Neuengland im
japanischen Stil. Aber das wußten wir ja vorher. Zwischendurch hielten
wir immer mal an, um Fotos zu machen.
Wir verliessen die 100, um auf einer kleinen Nebenstraße den Ort Newfane zu besuchen. Tina hatte im Internet gelesen, daß das ein typischer kleiner neuenglischer Ort sein sollte. Wir wurden nicht enttäuscht, die Sonne ging zwar schon unter, aber die Atmosphäre in diesem kleinen Ort war wunderschön. In Newfane gab auch wieder einen Contry Store, der sich Fudge Outlet Store nannte ! Fudge ist Karamell, dem man kaum wiederstehen kann. Es gab auch die überaus wichtigen Restrooms im Garten (Dixiklo, aber sehr sauber) ! Dann fuhren wir weiter bis Brattleboro. Hier fanden wir ein nettes Motel, das zudem noch ein Shopping Center in Fußwegweite mit einem 1-$-Laden hatte. Nach dem Einkauf beschlossen wir, den Abend mit Wein, Brot und Käse zu beschließen.
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| Freitag, 3. Oktober 2003 |
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Route: Deerfield - Shellbourne Falls - Mowhak Trail - Charlemont - Lenox - Great Barrington |
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In Brattelboro fuhren wir morgens bei strahlendem Sonnenschein auf dem Highway 91 direkt bis Deerfield. Deerfield war einst eine Stadt in der Wildnis, die im 18. Jahrhundert von Indianern zweimal fast zerstört wurde. Doch die Stadt überlebte und heute sind die alten Häuser liebevoll restauriert worden. Entlang der Hauptstraße, der "Old Deerfield Street", kann man sich die Häuser ansehen. Die Straße gehört zu den schönsten historischen Straßen Amerikas. Es war ganz schön kalt geworden, wir wünschten uns fast Handschuhe zum Fotografieren an diesem Morgen. Wir fuhren wieder zurück auf den Highway 91, um bei Greenfield direkt auf die 2, den Mohawk Trail zu fahren. Zunächst war die Straße ein alter indianischer Kriegspfad, den die ersten Siedler als Route benutzen. Erst 1914 baute man auf dem 100 Meilen langen Weg eine Straße. Es ist die erste offizielle Panoramastraße Neuenglands. Danach ging es weiter zu den Shellbourne Falls. Ein kleiner Ort mit einer über und über mit Blumen bepflanzten Brücke - Bridge of Flowers. Über 500 verschiedene Blumensorten sind auf der Straßenbahnbrücke zu finden. 1929, nach Einstellung des Straßenbahnverkehrs, wurde die Brücke zum Blumengarten. |
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Bei strahlendem Sonnenschein haben wir dann in
Charlemont die Statue "Hail to the Sunrise Monument"
bewundert. Das Monument wurde zur Erinnerung an die fünf indianischen Völker
errichtet, die entlang des Mohawk-Trail lebten.
Am Ende des Mohawk-Trails liegt Williamstown. Dort eröffnete 1793 das Williams College seine Tore. Eine wirklich schöne Kleinstadt. Auf so einem Campus würde man gerne studieren. Dann fuhren wir auf der 7 Richtung Great Barrington, wo wir uns mit den anderen im vorreservierten DAYS INN treffen wieder wollten. Unterwegs haben wir immer wieder schöne Motive gefunden. Kaum waren wir im Days Inn eingetroffen, trudelten auch schon die anderen drei ein und unsere Truppe war wieder komplett. Zuerst ging es dann in einem Shopping Center zum Wäsche waschen, dann haben wir uns ein nettes Lokal gesucht, um unser Wiedersehen zu feiern und uns zu erzählen, was wir alles erlebt hatten... |
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