Berlin 13. - 15. Juni 1980

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… wir trafen uns um 5.30 Uhr bei Schäfer. Als wir die Koffer eingeladen hatten, fiel der lieben ELKE plötzlich ein, dass sie Uwes Kuchen vergessen hatte. Sie musste ihre Mutter anrufen und sie bitten, den Kuchen bei Schäfer vorbei zu bringen. Endlich, um 6 Uhr, ging es los, allerdings nur bis zum Bäcker, weil Frau Schäfer dort 20 Brötchen für die Fahrt bestellt hatte. Um 6.06 Uhr ging es dann aber wirklich los. Wir fuhren zum Grenzübergang Lauenburg auf einer Schnellstraße. An der Grenze mussten wir 20 Minuten warten. Dann fuhren wir ca. noch 2 Stunden, dann machten wir auf einer schmutzigen Tankstelle Rast. Bis nach Berlin fuhren wir dann noch mal 2 Stunden. Als wir über die Grenze nach Berlin kamen, sind wir fast ausgeflippt. Wir haben getanzt und gesungen.

  Um 11.45 Uhr waren wir im "Europäischen Hof". Danach fuhren wir in die Jugendherberge, zogen uns um und nahmen unsere Badesachen mit. Vor dem Baden wollten wir aber noch zu Inge fahren. Nach einigem Suchen fanden wir das Haus. Als wir um die Ecke gingen, guckte ein grauhaariger Mann aus dem Fenster. Er meinte, Frau Schneider ist nicht da. Also sind wir wieder abgezogen. Nach dieser Enttäuschung fuhren wir zum Wannsee. Bei 40 Grad im Schatten. Das Wasser war herrlich.

Nach dem Baden fuhren wir nach Ostberlin zum Palast der Republik. Wir wussten von Inge, dass die Jungs da sein müssten. Also, wir kamen nach Ostberlin rein und mussten uns erstmal zum Palast durchfragen. Als wir endlich vor dem riesigen Gebäude standen, glaubten wir nicht, dass die Jungs da drin sein sollten. Das ganze Gebäude war fast nur aus Glas. Drinnen war fast alles aus Marmor und viele Lampen hingen an der Decke. Plötzlich sahen wir eine Gruppe Mädchen in ein Café gehen. CONNY meinte, das sind Fans und steuerte hinterher. ELKE ging mit Herrn Schäfer die Treppe hoch und wir anderen gingen Conny hinterher. Auf einmal sah ich Robby an der Bar sitzen, ich hab mich so erschrocken, dass ich gleich wieder umkehrte….

 

Als wir dann vor Uwe, Robert und Jörg standen, zitterten uns die Knie. Wir fragten nach Autogrammen und bekamen auch gleich welche. Uwe frage mich und Conny: „Was wollt ihr denn hier?“ „Wir sind extra wegen Euch hierher gefahren, wir haben vorher deine Mutter angerufen, sie sagte uns, dass ihr hier einen Auftritt habt. Wo ist deine Mutter eigentlich?“ „Die sitzt doch da hinten“, meinte er.

 

Petra sprach Inge daraufhin an, sie erkannte uns. Sie sagte, wir sollten den nächsten Tag mal vorbei kommen…. Erst bekamen wir zwei Karten für den Kessel Buntes, Elke und Herr Schäfer bekamen zwei Karten in der ersten Reihe. Wir vier saßen in Reihe 7, am Eingang wo die Teens ’rein kamen. Vor ihrem Auftritt haben wir ihnen noch die Daumen gedrückt. Der Auftritt war klasse, toll, süß usw. Nachdem die Jungs dran waren, bekamen wir fast überhaupt nichts mehr von dem restlichen Programm mit. Beim Finale wachten wir wieder auf. Alle fünf Jungs hatten eine Nelke in der Hand. Nachdem wir den Kessel verlassen hatten, saßen wir die ganze Zeit bei Robby am Auto. Wir bekamen noch Autogramme. Später versuchten wir, sie noch an der Grenze zu sehen, aber wir schafften es nicht.

Elke und TINA wachten mit einem Berliner Schnupfen auf. Schäfers holten uns um 9.30 Uhr vor der Jugendherberge ab. Als erstes fuhren wir zu Robby. Er schlief aber noch. Frau Bauer wünschte uns eine gute Reise. Dann fuhren wir zu Alex, er schlief auch noch. Frau Möbius gab uns Bilder von Michael. Bei Jörg machte uns Frau Schüler auf. Sie gab uns Autogramme. Jörg sollte angeblich auch noch schlafen. Bei Micha machte niemand auf. Frau Schäfer aber meinte, sie hätte Caroline am Fenster gesehen. Zu Uwe wollten wir am Nachmittag kommen…

 

 

Als wir bei Inge ankamen, war sie am Fenster. Sie sagte, Uwe würde gleich kommen, er telefoniert. Wenig später kam er ans Fenster. „Ich hab nicht viel Zeit, ich hab’ Alex an der Strippe“. Uns wurde ganz weich in den Knien. Er gab uns Autogramme. Zum Schluss sagte er: "Tschüß, wir sehen uns bestimmt mal wieder". Nach diesem Abenteuer sind wir Eis essen gegangen, wir konnten überhaupt nicht begreifen, dass wir eben bei Uwe waren.